14 September 2008

Die Friedhöfe in New Orleans sind bekannt Touristenattraktionen. Wegen der hohen Kriminalrate, wird empfohlen sie nur mit einer geführten Gruppe zu besuchen. Unsere Tour wurde von einem pensioniertem Park-Ranger organisiert, der sich so ein kleines Nebeneinkommen verdient. Wir trafen uns beim Café Beignet und liefen von dort zum St. Louis Friedhof Nr. 1.

Auf dem Weg lernten wir viel neues über die frühe und moderne Geschichte der Stadt, z.B. wie aus einer unbekannten Statue in einem Schnellpacket (Eilpost heisst auf English "expedite") der Heilige St. Expedite wurde und wo die Katrina- Überschwemmungswasserliene verlief.

Der Friedhof sieht aus wie eine Mausoleumsstadt, komplett mit Haupt- und Nebenstraßen, Kathedralen, Bürgerhäusern, und sogar schubfachartige "Neubauten" für Tote die sich keine Familiengruft leisten können.

Hier mal eine Satellitenansicht:

View Larger Map

Viele lokale Persönlichkeiten haben hier ein Grabmal, aber eine ist besonders bekannt: die Voodoo-Priesterin Marie Laveau.


Viele ihrer Anhänger besuchen noch heute das Grab regelmässig und hinterlassen oft Opfergaben in der Hoffnung das ihre Gebete erhört werden.

Die XXX Markierungen entstammen einem Liebesritual:
1) Klopfe dreimal auf Marie Laveaus Grab
2) Mache drei X nebeneinander
3) Sprich Deinen Liebeswunsch laut aus, z.b. "Marie Laveau, Priesterin der Liebe, mach das Klaus mich unwiderstehlich findet!"
4) Hinterlasse eine Opfergabe

Entstellung der historischen Gräber ist natürlich gesetzeswiedrig und muss deshalb im geheimen, am besten nachts, passieren.

Der Mann mit dem Regenbogenschirm ist unser Tourführer.

Der Hauptgrund für diese Art von Bestattung, ist der hohe Wasserspiegel New Orleans, da die komplette Region ein großer Sumpf ist, aber die französichen und spanischen Traditionen habe fast genausoviel damit zu tun.

Die Familienmausoleen werden durch die Generationen erhalten und wiederverwendet. Falls eine Beerdigung erst neulich stattfand, werden die neuen Überreste erst in der Friedhofsmauer in einer "Knochenhöhle" zwischeninterniert. Nach relativ kurzer Zeit (2-3 Jahre) hat das lokale tropische Klima plus Bakterien die Überreste gut durchgebacken und in feine Asche verwandelt. Dann werden sie in die Familiengruft überführt.

29 August 2008

Thomas Sinde



Es ist schon schön, wenn man alte Freunde im Internet trifft. Thomas und ich haben damals viele Aubenteuer auf dem Sinclair ZX Spectrum, C-64 und dem Amiga erlebt. Das waren noch Zeiten... :-)

Hier ist noch sein Profil auf gedichte.com. Da muß ich ihn doch gleich mal mit peinlichen Anekdoten aus den 80ern belästigen. :-P

26 August 2008

Die Luftfeuchte in New Orleans ist hoch genug, daß Moos und Farne in den Ritzen der Außenwände wachsen. Erst dachte ich das das ein lokaler Gärtnerbrauch ist um alte Mauern zu verschönern, aber diese Farne sind oft zwei oder drei Stockwerke hoch in der Mitte einer kahlen Wand. Das sind entweder sehr mutige Gärtner oder der Wind.

In New Orleans, it is humid enough for moss and ferns to grow right in the cracks of walls. At first I thought it was some local gardening habit to beautify old walls, but these ferns are often two or three stories high in the middle of an empty wall. Either there are some really dedicated gardeners or it's the wind.

Hier wachsen sowieso viele Pflanzen, die wir kalten Deutschen nur als Zimmerpflanze kennen, einfach auf der Straße rum. Die Tomaten wachsen hier bestimmt das ganze Jahr über?

There are a lot of plants growing right on the street, that we cold Midwestern/German folk only know as house plants. The 'maters probably grow here all year long.


17 August 2008

Jackson Square

 


Jackson Square ist das Herz des French Quarters (Französisches Viertel), welches wiederum das historische und kulturelle Zentrum der Stadt New Orleans bildet. Als eine Hafenmetropole der mal spanischen, mal franzözischen Kolonie Louisiana (benannt nach dem "Sonnenkönig" Louis XIV) entwickelte es sich zu einem Außenposten europäischer Kultur, die bald mit afrikanischen und indianischen Einflüssen angereichert Cajun und Creole gebar. Beide definieren alles wofür New Orleans weltberühmt ist: Musik, herzhaft würzige Gerichte und eine unnachahmbare Atmosphäre.

Jackson Square is the heart of the French Quarter, which in turn forms the historic and cultural center of the city of New Orleans. As a strategic port city of the sometimes Spanish, sometimes French colony of Louisiana (named after the "Sun King" Louis XIV), it became a outpost of European culture, which soon, enriched by African and Native American influences, brought forth Cajun and Creole. Both define what New Orleans is known for worldwide: music, hearty, spiced dishes, and an inimatable atmosphere.

Von der St. Louis Kathedrale läuft man durch das Vieux Carre an engen spanischen Wohnhäusern, verziert mit filigranen Eisenbalkons vorbei. Ab und zu erhascht man einen Blick in die privaten Hinterhofparadise im Schatten tropischer Pflanzen, mit glitzernden, kühlen Fontainen.

Starting from the St. Louis Cathedral through the Vieux Carre, we walk by spanish townhouses adorned with balconies made from iron filigree. Sometimes we catch a glimpse into the private courtyard paradises, shaded by tropical foliage, cooled by glittering fountains.

Wenig später erreicht man Congo Square, wo die Sklaven sich zu rituellen Tänzen versammelten. Sonntags waren diese Tänze verboten. Alle Sklaven mussten zur Kirche gehen. Sie fanden aber im katholischen Relegionssytem genügend Paralelen um ihre eigenen Glaubensrichtungen, etwas angepasst, fast öffentlich weiterführen zu können. Gott, der Vater, ist wie Voodoun, der große Schöpfergeist. Die Herde der Heiligen, entsprach den minderen afrikanischen Geistern, die um alltäglich Dinge wie eine sichere Reise, mehr Geld oder weniger Magenschmerzen angebetet wurden. So wie sich diese Religionen in das oft missverstandene und mitunter absichtlich verzerrt dargestellte Voodoo vermischten, bildeten die kirchlichen Kantaten Bachs, die Melodien von Mozart und die synkopatischen Rhytmen der Buschtrommeln eine neue musikalische Brauung, die nur hier im heißen Sumpf New Orleans fermentieren konnte: Jazz!

A short time later we reach Congo Square, where slaves gather for tribal dances. These were forbidden on Sundays. Every slave had to attend church. Even though, they found enough parallels in the Catholic religious system to continue, after some adjustments, their own spiritualism, almost publicly. God, the Father, is like Voudoun, the great Creator Spirit. The flock of saints, corresponds with the lesser African spirits, which were asked for more mundane things like safe travel, more money, or less stomach aches. Just like these religions coalesced into the often misunderstood and, at times deliberately, distorted religion of Voodoo, the worship cantatas of Bach, the melodies of Mozart, and the syncopated rhythms of the log drums created a new brew, which only could ferment in the hot swamps of New Orleans: Jazz!

13 August 2008

Durch den Sumpf - Through the Swamp

Immer noch auf dem Weg nach New Orleans sind wir auf einmal im Sumpf.

Still traveling to New Orleans, the freeway hits the swamps.


Wir fahren Kilometer für Kilometer auf massiven Betonsäulen hoch über den Bayous (langsam fließende Flußarme) und zeigen mit den Fingern aufgeregt auf das "Spanische Moos", wie es die Einheimischen nennen. In deutsch heißt das wohl "Luisianamoos". Hmm, passend.

For miles we drive up high over the bayous on massive concrete pillars, pointing excitedly to the Spanish Moss hanging from the trees. In German it's called "Louisiana Moss". Hmm, fitting.




Update: Mutti fragte nach einem Photo vom Louisianamoos. Leider haben wir nur ein verschwommenes von der Hinfahrt.

Mom asked for a picture of the Spanish Moss. Unfortunately we only have a blurry one from our way in.

10 August 2008

Memphis BBQ

Auf dem Weg nach New Orleans haben wir kurz in Memphis zum Mittagessen angehalten. Hmmmm Barbeque!

On the way to New Orleans, we quickly stopped in Memphis for lunch. Hmmmm Barbeque!

15 June 2008

Amy näht - Amy sews

Da ich Kai's Fensterklimaanlage nun in Amy's Nähzimmer eingebaut habe, kann sie dort auch im Sommer ihr Hobby betreiben. Neuest Ergebnis: ein sommerliches Top für Kirin mit Blumenapplikat. ...und es gefällt ihr sogar! :-)


After I installed Kai's window air conditioner in Amy's sewing room, she's able to conduct her main hobby even during the summer. Newest result: a summer top with flower appliqué for Kirin
... and, she even likes it! :-)

04 June 2008

Erdbeeren - Strawberries

Meine ersten Erdbeeren.

My first strawberries.

14 May 2008

Neue Haustiere - New Pets

Oooh, süß!

Amy's Hündchen heißt "Freckles" (Sommersproßen). Sie hat es für Didgy adoptiert, damit sie nicht so alleine im Hinterhof ist.


Unser neuer Kater sollte eigentlich Paul gehören, aber er wollte ihn dann doch nicht. Nun wohnt er bei uns und fühlt sich wohl. Sein Name ist "Shadow" (Schatten) und er verträgt sich ganz gut mit Weasley.

04 May 2008

Zoo Besuch - Zoo Visit



Die Girl Scouts gehen zum Zoo.



Dort gab es auch eine spezielle Version des "Bau-nen-Bär"-Ladens, der statt den normalen Teddybären verschiedene Zootiere zur Auswahl hatte. In diesem Laden suchen sich die Kinder einen leeren Teddybär aus, füllen ihn mit fluffigem Fluff und suchen die Teddysachen und -schuhe und was es sonst noch alles an Teddy-Accessories gibt.

Kai dachte erst das es zu mädchenhaft ist sich eine Puppe zu bauen, aber als wir ihm erzählten das es auch Dinosaurier, Raubtiere und Affen gab wollte er natürlich auch einen Zooteddy haben. Er suchte sich ein Thyrannosaurus Rex aus und rüstete ihn sogar mit einer kleinen Dinostimme aus, damit er auch brüllen kann.



Während die Girl Scouts ihre Stationen machten, hatten die Jungs im Rest des Zoos freien Lauf.

26 March 2008

Pfadfinderinnen helfen Flutopfern - Girl Scouts help flood victims

Unsere Pfadfinderinnentruppe 269 (Amy ist die Leiterin) hat Kekse und andere Mittel dem lokalen Roten Kreuz gespendet. Die hier berühmten und schnell verkauften Pfadfinderinnen-Kekse sind die Haupteinnahmequelle für die gemeinnützige Pfadfinderinnenorganisation, und die Mädchen haben somit einen Teil ihrer Einnahmen aufgegeben, die sonst Aktivitäten und Feldausflüge finanziert hätten. Der englische Text auf der Webseite heißt auf deutsch:

Helfer vorort gibt es in allen Größen und Altersgruppen. Brownie-Truppe 269 aus Harrisburg, liefert Girl-Scout-Kekse und andere Mittel beim American Red Cross Little Egypt Network am Sa. dem 22 März ab, die nun an Einwohner von Notunterkünften für die letzten überflutungen verteilt werden.

Hier ist der Link: http://www.redcrosslittleegypt.org/

21 March 2008

Flut 2008 - Flood 2008


Keine Bange, uns hat es nicht erwischt, da wir in einem höheren Teil der Stadt wohnen (hinterm Wasserturm auf dem Bild). Leider hat es so ziemlich jedes Geschäft in Harrisburg getroffen. Oben im Bild könnt ihr in der rechten, oberen Ecke das gleiche Bürogebäude sehen, das auch immer im Webcambild zu sehen ist. Das Photo ist von der gegenüberliegenden Seite der Stadt aufgenommen worden. Im Bild der Webcam könnt ihr zur Zeit noch das Wasser im Hintergrund sehen.

Hier sind ein paar Photos. Ruf mich an und ich erkläre euch was da zu sehen ist:
http://www.harrisburg-il.com/storm/

Der Link geht zur Hauptseite. Klicke auf die Links in der Liste auf der rechten Seite um zu den Photoserien zu gelangen.


No worries, we did not get flooded, because we live in a higher part of town (behind the water tower in the picture). Unfortunately nearly all business were hit, though. In the upper-right corner of the picture above, you can see the same office building that's always seen in the web cam image. The picture is taken from the opposite part of town. Currently you still can see the water in the background in the web cam image.

Here are some photos. Call me or Amy if you want to know what you are looking at:
http://www.harrisburg-il.com/storm/

This link goes to the main page. Click on the links in the list to the right to reach the photo series.

21 February 2008

Eis, Eis, Baby - Ice, Ice, Baby

Nein ihr seht nicht doppelt, das ist die gleiche Webcam wie oben, aber total mit Eis überzogen. Genau so wie alles andere in Harrisburg vereist war.


Auf dem Bild unten kann man sehen wie der Zaun sich im Eis reflektiert. Erst gab es Hagel, dann Schnee, dann Regen der sich in der Nacht zum Eisregen entwickelte, wodurch alles mit einer 2 Zentimeter dicken Eisschicht überzogen wurde.



Um 4 Uhr nachts hörte ich dann ein Krachen und Blitzen, dann war wieder Stille. Morgens stellte sich heraus, das unser Ahornbaum (der gleiche der im Sommer einen seiner Hauptäste verlor) durch das Gewicht des Eises komplett den Geist aufgab und dabei die Stromleitung auf der gegenüberliegenden Straßenseite mitnahm.

Die Stromleute mussten den Strommast auswechseln und es dauert bis 8 Uhr abends, bis wir (und der Rest des Stadtblocks) wieder Strom hatten. Leute außerhalb der Stadt hatten es nicht so leicht. Die mussten bis zu 3 Tage lang warten.

04 February 2008

Zwei Zaehne - Two Teeth

Kai ist gerade zwei Zähne älter geworden.
Kai just turned two teeth older.

Tierische Schauspieler - Dramatic Animals

Wer wird dieses Jahr den Oscar für dramatischste Szene gewinnen? Der machthungrige Maki....
Who's gonna win this year's Oscar for the most dramatic Scene by a supporting animal? Terrible Tarsier...



...oder der Backenhörnchenbösewicht?
...or the chilling chipmunk?



Ich kann's kaum erwarten!
I can barely wait!

13 January 2008

Mehr Videos - More videos

Jetzt wo ich hier Videos posten kann, sollte ich vielleicht mal mehr filmen. Hier mal ein paar ältere Videos zum Anfang:

Kai liest ein Buch vor, das er selber in der Schule gebastelt hat.




Dieses Weihnachten hab ich nicht viel aufgenommen, da muß ein Film von vor zwei Jahren her. Hach, diese idyllische Weihnachtsmusik!




"Ich bin doch nur der Kai," sagt Kai. Aber alle glaubten er sei der Weihnachtsmann. Er sieht doch genauso aus!